Verhandlungsstrategie

Verhandlungstraining auch online

Am Wochenende habe ich eine Businesskonferenz für Coaches, Trainer und Speaker in London besucht und viele neue Erkenntnisse mitgebracht. Und Anregungen für weitere Angebot zur erfolgreichen Verhandlungsführung.

Verhandlungstraining online

Regelmäßige Videos mit einzelnen Bausteinen für Ihren Verhandlungserfolg sind der Einstieg. Die ersten Videos werde ich noch komplett öffentlich auf youtube und anderen Portalen veröffentlichen. Später gibt es eine Online-Akademie mit stetig wachsendem Inhalt, der für eine monatliche Gebühr verfügbar ist. Die Mitglieder profitieren von weiteren Vorteilen, die sich am Mitgliedslevel und der Dauer der Mitgliedschaft orientieren.

Pressemitteilung vom 28.9.11

[Hamburg, 28.09.2011] Wolfgang Bönisch, Experte für Verhandlungskunst aus Hamburg und Pionier in Sachen Online-Learning, teilt heute mit, dass er in den kommenden Wochen eine Plattform an den Start bringen wird, um Verhandlungstraining auch online anbieten zu können.
Bönisch hat bereits vor 10 Jahren damit begonnen, Webinare als Teil seines Angebotes durchzuführen. Der Verhandlungstrainer hat in diesem Jahr etliche Webinare auf der Plattform von smile2 durchgeführt und selbst an vielen Webinaren teilgenommen. Zuvor hat er selbst offene Online-Seminare promoted und auf verschiedenen Webinarplattformen durchgeführt. Ernüchtert stellt er heute fest, dass die Webinar-Plattformen und die Software dahinter zwar mittlerweile technisch ausgereift sind, bei offenen Webinaren jedoch selten entsprechend genutzt werden.
Wie Bönisch ausführt, bleibt es meist bei einer Einwegkommunikation vom Trainer zum Publikum. Das Webinar ist dadurch mehr Vortrag als Training, die Interaktion fehlt. Und für alle Interessierten, die zur vorgegebenen Zeit nicht können, bleibt oft nur die Hoffnung auf eine Wiederholung.
Der Verhandlungsexperte hat sich mit einer kleinen Landingpage mittlerweile eine umfangreiche Interessentenliste für seine Webinare aufgebaut. Diese will er nutzen, um sein neues Angebot zu testen und zum Laufen zu bringen.
Bönisch berichtet weiter, dass er die Anregung für sein neues Angebot von einer Businesskonferenz in London mitgebracht hat, die er am vergangenen Wochenende besucht hat. Sein Ziel ist es, eine Onlineakademie als Mitgliederseite aufzubauen, in der ein komplettes Verhandlungstraining online angeboten wird. Je nach Mitgliedslevel werden unterschiedliche Umfänge verfügbar sein.
Im ersten Schritt wird der Redner und Autor Videos produzieren, die Schritt für Schritt den Prozess der Verhandlungsführung erläutern und die dafür notwendigen Werkzeuge erklären. Begleitmaterial in Form von Arbeitsblättern und Übungen werden das Angebot abrunden.
In einem weiteren Schritt plant Bönisch, ein sechswöchiges Intensivseminar anzubieten, das die Teilnehmer an die Hand nimmt und dafür sorgt, dass aus Wissen echtes Können wird. Dazu wird es neben Videos auch Livestream-Vorträge, Foren und weitere Lernhilfen geben.
Abschließend weist Bönisch noch darauf hin, dass er dieses Angebot parallel in Deutsch und Englisch an den Start bringen wird.

 

 

Wie ich mein erstes Handy bekam

Eine schöne Begebenheit, die mir kürzlich in einer Unterhaltung wieder einfiel:

Wir schreiben das Jahr 1994. Mobiltelefone waren gerade dabei, wirklich mobil zu werden, das D-Netz war noch jung und hatte etliche weiße Flecken auf der Landkarte.

Und ich hatte das Angebot bekommen, als Regionalleiter für meinen Arbeitgeber, ein mittelständisches pharmazeutisches Unternehmen, als Regionalleiter nach Hamburg zu gehen. Und ziemlich genau auf den Tag vor 17 Jahren hatte ich meine erste Tagung mit den Mitarbeitern hier im Norden.

Zur Ausstattung der Führungskräfte gehörte damals noch ein fest eingebautes Autotelefon, bei den meisten noch im C-Netz! Allerdings gab es die Freiheit, statt Firmenwagen auch Privatauto zu fahren. Und ich wollte natürlich kein fest eingebautes Autotelefon in meinem Auto, sondern ein schickes und modernes Handy. Also ging ich zu meinem Chef, als es darum ging, dass ich doch mein Auto in die Werkstatt bringen sollte, um ihn zu überzeugen, dass fest eingebaute Autotelefone nicht mehr zeitgemäß sind.

Er winkte ab “Unser Chef (also noch eine Stufe höher) hat das abgelehnt. Mein Kollege und ich haben es schon mehrfach angesprochen. Aber gehen Sie doch einfach zu ihm und fragen ihn selbst.” Das ließ ich mir nicht zweimal sagen!

Also kurz die anstehende Verhandlung vorbereitet: Was ist mein Ziel? Welche Argumente überzeugen? Welche Einwände können kommen? Welche Antworten habe ich?

Und dann ging es direkt in die Verhandlung (Gedächtnisprotokoll):

“… ich möchte gerne ein mobiles Telefon mit Freisprecheinrichtung, statt des festeingebauten Autotelefons.”

“Das machen wir nicht!”

“Welchen Grund gibt es dafür?”

“Dann möchten das alle und dann wird mehr telefoniert und die Kosten explodieren.”

“Wenn ich den ganzen Tag mit einem Mitarbeiter in dessen Auto unterwegs bin können Sie mit nicht erreichen, wenn ich ein fest eingebautes Telefon in meinem Auto habe. Mit dem Handy geht das problemlos.”

“Da haben Sie Recht.”

Nach etwa 7 Minuten stand ich wieder im Büro meines Chefs und verkündete ihm, dass ich ein Handy mit Freisprecheinrichtung bekäme und dass alle Kollegen und er selbst ebenfalls neu ausgestattet werden.

Was hatte ich anders gemacht, als die Kollegen, die es bereits vergeblich versucht hatten?

  1. Ich hatte ein klares Ziel: Ich will ein Handy und alle anderen sollen auch eins bekommen
  2. WIN-WIN-WIN: ich gewinne, Chef gewinnt, Firma gewinnt, Kollegen gewinnen
  3. Ich habe die richtigen Argumente zum richtigen Zeitpunkt platziert
  4. Ich war auf die Einwände vorbereitet und habe sie bearbeitet
  5. Ich habe nicht die Konfrontation, sondern den Konsens gesucht

Wenn Sie Ihre Ziele in Verhandlungen durchsetzen wollen, dann empfehle ich mein Buch “Werkstatt für Verhandlungskunst”, das gerade in 2. Auflage erschienen ist. Oder Sie besuchen eines meiner offenen Seminare.

 

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