Mit dem Verhandlungslatein am Ende
By Wolfgang Boenisch on Jan 13, 2010 | In News, Verhandeln
Am 10. und 11. Juni präsentiere ich mein Angebot auf einem Messestand beim Trainerpavillon der Germans Speakers Association auf der Messe Personal & Weiterbildung in Wiesbaden.
Dazu wollte ich mir am Ende des vergangenen Jahres einige Plakate bei posterXXL bestellen, da ich noch einen Gutschein hatte, der zum Jahresende ungültig wurde. Diesen Gutschein erhielt ich im Herbst 2006, nachdem ich dort Plakate für einen Messeauftritt bestellt hatte, die jedoch nicht geliefert wurden. Die unglaubliche Begründung damals lautete: „Wir hatten das alles im Lager und haben es vernichtet, weil wir geglaubt haben, das hätten sie schon bekommen.“ Zunächst war man der Meinung, man könne das alles doch problemlos vier Wochen nach der Messe nachliefern. Damit war ich natürlich nicht einverstanden und konnte auf dem Verhandlungsweg erreichen, dass ich einen Warengutschein über den bereits bezahlten Betrag erhielt.
Als ich Ende 2007 den Gutschein einlösen wollte, wurde ich vom Bestellsystem abgewiesen. Per E-Mail bekam ich die Mitteilung, das Gutscheinsystem sei umgestellt und der Gutschein könne deshalb nicht eingelöst werden. "Kulanterweise" verlängerte man die Gültigkeit um ein weiteres Jahr. In 2008 hatte ich keinen Bedarf an Plakaten, wollte jedoch kurz vor Weihnachten ein Fotobuch bestellen, was von posterXXL ebenfalls angeboten wird. Sie ahnen es bereits: ich konnte den Gutschein wieder nicht einlösen. Begründung diesmal: Fotobuch ist anderer Firmenteil. Doch ich erhielt immerhin einen neuen Gutscheincode mit der Aussage, dass dieser nun bis Ende 2009 gültig sei.
Also versuchte ich es Ende Dezember und damit schon ein halbes Jahr vorher, um die Plakate für Wiesbaden ganz sicher zu bekommen. Doch diesmal hatte sich das System einen neuen Fehler ausgedacht: Mindestbestellwert nicht erreicht. Dabei wollte ich für 135 € bestellen bei einem Gutscheinwert von 123 €. Selbst der Versuch, Waren im Wert von über 1000 € zu bestellen endete in der gleichen Fehlermeldung. Ich versuchte, genau so vergeblilch wie auch schon in den Jahren zuvor, die Telefonhotline zu erreichen, wurde nach 2 min Warteschleife jedoch immer abgeschaltet. Auf meine Mail erhielt ich am 28.12. ein automatisiertes Antwortschreiben mit einer Ticketnummer und dann... nichts mehr. Ein Nachfrage meinerseits vor einer Woche blieb unbeantwortet. Anscheinend hat man jetzt kein Interesse mehr, mich als Kunden zufrieden zu stellen oder mit mir über den Gutschein zu verhandeln.
Und so nützt mir auch die beste Verhandlungkunst nichts, wenn der Verhandlungspartner einfach abschaltet und keinen Kontaktversuch mehr beantwortet.
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